Trinkwasser

Trinkwasser

Wasser im Haus - die unterschätzte Gefahr


Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Sei es Trinkwasser, Flusswasser oder Seewasser, zu Recht kann die Schweiz stolz auf ihre Wasserqualität sein. Allerdings kann das Wasser im Haus auch zu einer Quelle potentieller Gefahren werden. Man denke nur an

  • Magen- Darmprobleme aufgrund von bakteriologisch bedenklichem Trinkwasser.
  • Schwere Erkrankung an der Legionärskrankheit aufgrund eines mit Legionellen verseuchten Duschkopfes.
  • Wasserschäden in der Wand aufgrund von durchgerosteten Wasserleitungen.
  • Stillstand der Heizung wegen schlechter Heizungswasserqualität.

Alle Punkte dieser Liste sind meistens hausgemacht, denn in der Schweiz wird das Wasser in der Regel in hervorragender Qualität an die Grundstücksgrenze geliefert. Diese Qualität wird laufend überprüft. Danach geht die Verantwortung auf den Hauseigentümer über. Und die Qualität des Wassers im Hause wird praktisch nie überprüft. Dabei würde das sich aus zwei Gründen lohnen:

  1. Das Risiko einer Erkrankung wird minimiert.
  2. Das Risiko von teuren Reparaturen wird minimiert.

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass in ihrem Haus verschiedene Wassersysteme installiert sind. Es gibt

  • Das Trinkwassersystem, das sind alle Leitungen und Armaturen zu Wasserhähnen im Haus.
  • Das Abwassersystem, das sind alle Leitungen und Armaturen, durch die Wasser aus Küchen und Bädern geleitet wird.
  • Das Heizungswassersystem, das ist ein ge-schlossenes System das in der Regel bei der In-stallation mit Wasser gefüllt und dann verges-sen wird.
  • Die Warmwasserboiler, die in das Trinkwasser-system eingeschlossen sind.

Die unterschiedlichen Systeme bergen unterschiedliche Gefahren. Das können Gefahren für die Gesundheit oder Gefahren für den Geldbeutel sein. Durch vorausschauendes Verhalten lassen sie sich alle mit Sicherheit vermeiden.

Vielleicht beginnt es mit ekelhaftem Modergeruch im Schlafzimmer. Der Grund liegt in einem riesigen Schimmelherd hinter dem Einbauschrank. Der wiederum ist entstanden, weil durch ein Loch in der Warmwasserleitung seit Wochen ein dünner Wasserstrahl gegen die Wand spritzte und diese durchnässte. Wenn das Wasser nun durch die schwimmend verlegten Böden und die tragende Decke des darunterliegenden Raumes sickert, wird die dazwischen liegende Dämmschicht zerstört. Die Folgen sind Böden, die aufquellen, Wandverkleidungen, die sich ablösen, marodes Mobiliar, Feuchtigkeit und Schimmel im Untergeschoss.

Mit vorausschauendem Verhalten hätte man diese Gefahr schon Jahre zuvor kommen sehen und beseitigen können.

© Dr. Sven Strunk